Die Orte des Amtes Angermund nach dem Rentbuch des Jahres 1634

Kellnerei Angermund
Kellnerei Angermund

Die genaueste Aufstellung der zum Amt Angermund gehörenden Orte findet sich im Rentbuch der Kellnerei Angermund aus dem Jahr 1634.[1] Demnach war das Amt unterteilt in die sieben Gerichtsbezirke Kreuzberg, Homberg, In der Brüggen, Mintard (für das Amt Landsberg, das von Angermund aus mitverwaltet wurde), Mülheim, Angermund und Ratingen.
Zum Gericht Kreuzberg gehörten die Dörfer bzw. Honschaften Rath, Lohausen, Stockum, Kalkum und Zeppenheim, Einbrungen, Wittlaer, Bockum, Rheinheim, Serm, Mündelheim und Huckingen.[2]
Dem Landgericht Homberg unterstanden Dorf und Honschaft Homberg, sowie die Honschaften Meyersberg, Hoesel, Beltscheidt, Hasselbeck, Loubeck, Hetterscheidt, Velbert, Vlandersbach, Krewinkel, Tuschen, Isenboegell und Rutzikhausen.[3]
Die Dörfer und Honschaften Lintorf, Eggerscheidt, Bracht, Schwarzbach und Eckamp bildeten das Gericht In der Brüggen.[4]
Das Amt Landsberg mit dem Landgericht Mintard setzte sich zusammen aus dem Kirchdorf Mintard und den Honschaften Breitscheid, Selbeck und Laupendahl.[5]
An die Familie von Oberstein war das Landgericht Mülheim verpfändet, daraus ergibt sich, dass keine Angaben über die dazu gehörigen Dörfer und Honschaften im Rentbuch gemacht wurden, da auch keine Abgaben in die Kellnerei nach Angermund flossen.[6]
Zum Landgericht Angermund zählten die Freiheit Angermund und das Dorf Rahm.[7] Das Stadt- und Bürgergericht Ratingen war einzig zuständig für die Stadt Ratingen.[8]
Damit umfasste der Verwaltungsbezirk des Amtes Angermund die heutigen Städte Ratingen, Mülheim und Velbert, Teile des Kreises Mettmann, sowie Teile der Städte Duisburg, Düsseldorf und Essen.
Über all die hier erwähnten Orte, ihr Geschichte, interessante Bauwerke, ihre Kirchen und vieles mehr wird es im Laufe der Zeit Artikel auf diesem Blog zu lesen geben und natürlich immer versehen mit zahlreichen Bildern.

[1]FERBER, H.: Rentbuch der Kellnerei Angermund (1634), in: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins 18 (1903) S. 112-134.
[2] ebd. S. 113ff.
[3] ebd. S. 119ff.
[4] ebd. S. 123ff.
[5] ebd. S. 127f.
[6] ebd. S. 128.
[7] ebd. S. 128ff.
[8] ebd. S. 132ff.

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